Zecken

Zecken gehören zu den Spinnentieren und können ernsthafte Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen. Sie halten sich bevorzugt im hohen Gras oder in dichtem Gebüsch auf und werden beim Vorbeigehen von Mensch oder Tier abgestreift. Ein Zeckenstich kann unterschiedlichste Beschwerden verursachen. Umso wichtiger ist es, sich wirksam zu schützen.

Wie kommt es zu einem Zeckenstich?
Der in unseren Breitengraden häufig vorkommende Gemeine Holzbock wartet im hohen Gras oder auf niedrigen Sträuchern auf einen geeigneten Wirt. Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben springen Zecken nicht und fallen auch nicht von Bäumen.Mittlerweile gilt fast die gesamte Schweiz – mit Ausnahme des Tessins und des Kantons Genf – als Zeckenrisikogebiet.

Wie kann ich mich vor Zecken schützen?
Vor Aufenthalten in der Natur empfiehlt es sich, lange Hosen, Socken sowie geschlossene Schuhe zu tragen. Auf heller Kleidung sind Zecken leichter zu erkennen. Zusätzlich können zeckenabweisende Mittel aus der Apotheke helfen, Zecken fernzuhalten.Meiden Sie möglichst hohes Gras und dichtes Unterholz. Nach jedem Aufenthalt im Freien sollte der gesamte Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden. Auch Haustiere wie Hunde und Katzen können Zecken mit nach Hause bringen und sollten daher ebenfalls kontrolliert werden.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Die FSME-Viren befinden sich im Speichel der Zecke und werden bereits beim Stich unmittelbar ins Blut übertragen. Kommt es zu einer Infektion, können zunächst grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber auftreten. In schweren Fällen kann es zu einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung kommen.Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich – die Therapie erfolgt lediglich symptomatisch. Der einzige wirksame Schutz ist die Impfung. Diese besteht aus einer Grundimmunisierung mit drei Injektionen sowie einer Auffrischung alle zehn Jahre. Die FSME-Impfung wird für alle Personen ab drei Jahren empfohlen. Personen ab 18 Jahren können sich in der Apotheke Möhlin AG impfen lassen.

Borreliose
Borreliose wird durch Bakterien der Art Borrelia burgdorferi verursacht, die sich im Darm der Zecke befinden. Die Übertragung erfolgt in der Regel erst 12 bis 24 Stunden nach dem Stich. Deshalb ist es besonders wichtig, Zecken möglichst frühzeitig zu entdecken und fachgerecht zu entfernen.Eine Infektion zeigt sich häufig nach 3 bis 30 Tagen durch eine sich langsam ausbreitende Hautrötung rund um die Einstichstelle, die sogenannte Wanderröte. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika, die vom Arzt verschrieben werden. Ein Zeckenstich muss der Unfallversicherung gemeldet werden.

Wie entferne ich eine Zecke richtig?
Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie so rasch wie möglich korrekt entfernt werden. Verwenden Sie dafür eine Zeckenpinzette, eine Zeckenzange oder eine Zeckenkarte. Fassen Sie die Zecke möglichst hautnah an der Einstichstelle und ziehen Sie sie langsam und gerade heraus.Anschliessend sollte die Einstichstelle desinfiziert werden. Markieren Sie die Stelle mit einem Kreis, um eine mögliche Wanderröte besser beobachten zu können, und notieren Sie sich das Datum des Stichs.

Die wichtigsten Schutzmassnahmen auf einen Blick

  • Geeignete Zeckenschutzmittel verwenden
  • Geschlossene Kleidung und festes Schuhwerk tragen
  • Helle Kleidung bevorzugen – Zecken sind darauf besser sichtbar
  • Kontakt mit bodennahen Pflanzen vermeiden
  • FSME-Schutzimpfung regelmässig auffrischen
  • Nach jedem Aufenthalt in der Natur eine gründliche Zeckenkontrolle durchführen

Sie wurden von einer Zecke gestochen? Im Rahmen unseres Dienstleistungsangebots bieten wir Ihnen vor Ort eine fachgerechte Zeckenentfernung inklusive Beratung und Betreuung für 15 Franken an.

Schützen Sie sich – wir beraten Sie gerne. Besuchen Sie uns in Ihrer Apotheke Möhlin!