Kopfläuse sind im Prinzip völlig harmlos, da sie keine Krankheiten übertragen und auch sonst keine Gefahren für den Menschen bergen. Trotzdem möchte niemand die kleinen Tierchen auf dem Kopf haben. Doch wie können wir uns am besten vor ihnen schützen und was tun wir, wenn wir doch von ihnen befallen werden?
Die Kopflaus
Ausgewachsene Kopfläuse sind etwa 3 mm gross, also etwa so gross wie ein Sesamsamen. Mit ihren speziellen Klauen halten sie sich am Haar fest, wo sie bis zu vier Wochen überleben können. Sie ernähren sich von Blut, das sie regelmässig von der Haut aufnehmen.
Die Weibchen kleben täglich Eier an die Haare nahe der Kopfhaut. Nach sieben bis neun Tagen schlüpfen daraus die Larven. Die leeren, weisslichen Eihüllen bleiben oft noch lange im Haar sichtbar, besonders im Nacken, hinter den Ohren und an den Schläfen.
Symptome und Übertragung
- Das Hauptsymptom: Intensiver Juckreiz. Dieser entsteht durch die Reaktion der Kopfhaut auf den Speichel der Laus beim Blutsaugen. Durch starkes Kratzen können kleine Wunden entstehen, die sich entzünden können.
- Der Übertragungsweg: Läuse können weder springen noch fliegen oder schwimmen. Sie krabbeln ausschliesslich von Haarschopf zu Haarschopf bei engem Körperkontakt. Eine Übertragung über Mützen, Kämme oder Kissen ist extrem selten, da Läuse ausserhalb des menschlichen Kopfes nach ein bis zwei Tagen sterben.
Vorbeugung und Behandlung
Wenn in der Schule oder Kita Läuse ein Lausbefall gemeldet wurde, können spezielle Schutzsprays helfen, die morgens auf das Haar aufgetragen werden und die Läuse durch ihren Geruch abwehren. Hat es Ihr Kind doch erwischt, hilft eine Kombination aus zwei Schritten:
- Lausmittel: Spezielle Shampoos oder Lotionen aus der Apotheke blockieren die Atemsysteme der Läuse und töten sie ab. Da die Eier oft sehr widerstandsfähig sind, empfehlen wir die Behandlung mit dem Lausmittel nach 7 bis 10 Tagen zu wiederholen. So werden auch die Larven erwischt, die in der Zwischenzeit nachgeschlüpft sind!
- Nasses Auskämmen: Das Haar wird mit reichlich Conditioner (Pflegespülung) eingerieben, anschliessend wird mit einem speziellen Läusekamm Strähne für Strähne vom Ansatz bis zu dem Spitzen durchgekämmt. Nach jeder Strähne wird der Kamm auf einem Papiertuch abgestreift, so wird direkt sichtbar, ob Läuse oder Nissen ausgekämmt wurden. Diese Methode dient auch zur regelmässigen Kontrolle.
Früher hielt sich hartnäckig das Gerücht, man müsse bei Läusebefall das gesamte Haus auf den Kopf stellen. Aus biologischer Sicht ist das jedoch reine Zeit- und Energieverschwendung. Da Kopfläuse abseits der Kopfhaut rasch austrocknen und unbeweglich werden, ist das Einfrieren von Kissen oder Kuscheltieren, das tägliche Bettwäschewechseln und die Anwendung von Insektensprays nicht nötig.
Wir sind für Sie da!
Kam aus der Schule die Nachricht, dass die Läuse wieder umhergehen? Keine Panik! Kommen Sie einfach ohne Termin bei uns in der Apotheke Möhlin vorbei. Im Rahmen unseres diskreten Laus-Checks kontrollieren wir die Kopfhaut Ihres Kindes fachmännisch auf Läuse oder Nissen. Wenn wir fündig werden, statten wir Sie direkt mit den passenden Produkten aus und erklären Ihnen die Anwendung Schritt für Schritt.